Sanfte Trauma-Behandlung mit Hypnose – Das Simpson Protocol®

Hypnose bei Trauma: Erfahre, wie die sanfte Arbeit mit dem Simpson Protocol® (auch „Hypnose ohne Worte“) innere Wunden heilen kann – wie sich Schuld & Scham auflösen und wie komplett ohne Sprechen innerer Frieden entsteht. Dein Überbewußtsein steuert diesen Heilungsprozess ganzheitlich auf tiefster Ebene. Lies in diesem Artikel mehr darüber, wie es funktioniert.
Hypnose Trauma – Mann hält seinen Kopf als Symbol für seelische Belastung

Inhaltsverzeichnis

Häufige Herausforderungen und oft gestellte Fragen in meiner Praxis

Die ursachenorientierte Hypnose – insbesondere das Simpson Protocol® – ist ein hervorragendes Werkzeug, um schmerzhafte Erinnerungen nicht zu analysieren, sondern auf ganzheitlicher Ebene neu zu bewerten, neu zu schreiben und so traumatische Erinnerungen zu neutralisieren – mit spürbarer Wirkung noch nach der ersten Sitzung.

Bei der Traumabehandlung stehen im Vorfeld oft folgende Fragen im Vordergrund:

  • Kann Hypnose traumatische Erinnerungen verfälschen oder verstärken?
  • Muß ich über mein Thema sprechen und alte Erinnerungen wieder hervorholen?
  • Kann es zu Re-Traumatisierungen kommen, wenn unerwartete Bilder von Neuem auftauchen?

Hier schon einmal vorab meine einfache Antwort dazu: „Nein.“

Simpson Protocol Certified Practitioner® - Online Hypnose Praxis - Stefan Randa

Gerade mit dem Simpson Protocol® („Hypnose ohne Worte„) mußt Du weder über Dein Thema sprechen noch dieses überhaupt genau benennen. Der tiefe Heilungsprozess wird gänzlich von Deinem Überbewußtsein übernommen, welches mit ideomotorischen Fingerzeichen auf meine Fragen mit JA oder NEIN antwortet. Du bekommst während der Behandlung alles mit, mußt aber selbst nicht sprechen – schon gar nicht über Dein Thema, welches Dich vielleicht belasten würde.

Mehr über diese sanfte Methode in Tiefenhypnose erfährst Du in diesem Artikel.

Mini-Shift des Tages:

stefan randa - hypnose online

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Wie das Unterbewusstsein Erinnerungen speichert

Um über Re-Traumatisierung bzw. die Verstärkung oder Modifizierung von Erinnerungen diskutieren zu können, ist es zuerst wichtig für Dich, zu verstehen, wie Dein Unterbewußtsein arbeitet.

Unser Unterbewusstsein verwaltet unsere Vergangenheit – und damit all unsere Erinnerungen. Es speichert jede Erfahrung unseres Lebens zeitbezogen, zusammen mit allen verbundenen Sinneseindrücken. Im Laufe eines 80jährigen Lebens sind das ca. 80 Petabyte (80 Millionen Gigabyte!). Alle diese Prozesse und Erinnerungen kann es bei Bedarf in Sekundenbruchteilen abrufen.

Das bedeutet: In dem Moment, in dem wir etwas erleben, speichern wir dieses Erlebnis mit allen Gefühlen, Gedanken, Interpretationen ab – zu diesem Zeitpunkt. Aber auch mit unserem emotionalen Verständnis bzw. unserer „Reife“, die wir zu genau diesem Zeitpunkt hatten.

So kommt es, wie Du jetzt erahnen kannst, zu sehr unterschiedlichen Wahrnehmungen und Interpretationen, ob wir eine traumatische Situation in unserer Kindheit oder im Erwachsenenalter erlebt haben.

Wenn eine bestimmte Erfahrung in der Kindheit passiert, fehlt uns noch Lebenserfahrung. Ein Kind ist in vielen Situationen hilflos. Es muß also gar nichts so Dramatisches passieren, damit ein Kind ein Ereignis viel schneller als Gefahr oder Bedrohung abspeichert. Echte traumatische Erfahrungen hinterlassen gerade bei Kindern daher oft noch dramatischere Spuren wie bei Erwachsenen.

Passiert ein traumatisches Ereignis im Erwachsenenalter, läuft der innere Bewertungsprozess anders. Wir verarbeiten Ereignisse von Anfang an mit dem Erfahrungsschatz eines Erwachsenen. Eher unbedeutende Kleinigkeiten speichern wir als Erwachsener glücklicherweise nicht mehr als „Trauma“ ab.

Bei wirklich traumatisierenden Vorfällen sind es nicht nur die Vorfälle selbst, die uns belasten, sondern vor allem unsere Gedanken danach, wie z.B. „Hätte ich doch anders gehandelt, dann wäre es nicht passiert“ oder „Ich bin Schuld, denn ich es habe geschehen lassen“. Solcherart Schuldgefühle, ein schlechtes Gewissen oder auch intensive Gefühle von Scham oder Schande beschädigen unser Selbstwertsystem auf tiefer Ebene.

Viele Betroffene beginnen nach einem solchen Ereignis, dieses gedanklich immer wieder durchzugehen, um herauszufinden, wie sie es hätten verhindern oder wie sie sich hätten anders verhalten können. Das Trauma selbst wird dabei nicht akzeptiert, sondern ständig neu hinterfragt. Die eigentliche Dramatik entsteht somit nicht weniger durch das Ereignis, sondern vor allem durch anhaltende Selbstvorwürfe und Bewertungen im Nachgang.

Jene Gedanken rund um ein Traumaereignis lassen sich in Hypnose gegen hilfreichere Überzeugungen austauschen – Überzeugungen, die vor allem der heutigen Realität entsprechen und den inneren Frieden wiederherstellen können. Dies ist ein bedeutender und wichtiger Schritt für die Aufarbeitung.

Damit es nicht zu theoretisch ist, möchte ich Dir gerne die Unterschiede an zwei Beispielen verdeutlichen:

Traumata in der Kindheit: Alles Unbekannte löst bereits ein Alarmsignal aus

Viele Traumata aus der Kindheit, die uns bewußt sind, sind eigentlich Folgetraumata. Sie „folgen“ einem bestimmten Ursprungstrauma bzw. ziehen es immer wieder wie magisch an – und stellen uns vor die Prüfung. Es ist eine Eigenschaft unseres Unterbewußtseins, für uns Lernaufgaben anzuziehen, mit denen wir wachsen und uns weiterentwickeln sollen. Es ist wie ein unsichtbarer Magnetismus – wir nennen es Trauma-Resonanzwirkung.

Beispiel: Mobbing in der Schule
Mobbing trifft oft auf Kinder, die bereits in früher Kindheit gelernt haben, dass „etwas mit ihnen nicht stimmt“ oder daß sie in irgendeiner Weise ein Sonderling sind. Das ist eigentlich das Ursprungstrauma – wird aber kaum bewußt wahrgenommen.

Wenn jemand bereits als Kleinkind von Erziehungspersonen gehört hat „Du kannst das nicht“ oder „Du mußt immer aus der Rolle tanzen“, werden sie das Gefühl „ich bin ein Sonderling“ bereits im Kleinkindalter fest verankert haben.

Mit Mobbing-Opfern ist absolut nichts „falsch“ – vielmehr dürfen sie sich glücklich schätzen, denn sie haben die Chance erhalten, als Mobbingopfer wirksame Methoden zu entwickeln gegen kränkende oder wenig wertschätzende Erlebnisse oder Dysbalancen in ihrem Elternhaus. Oder aufgrund einer Besonderheit in ihrem Verhalten, die zu ihnen gehört – oder wegen einer krummen Nase oder abstehenden Ohren. Sie lernen, wie sie sich z.B. besser wehren und mit Angriffen von außen besser umgehen können.

Mag sein, daß diese Aussagen auf Betroffene etwas polarisierend wirken – denn wenn wir wählen könnten, würden wir uns Mobbingerlebnisse selbstverständlich nie freiwillig auswählen. Doch wir lernen nun einmal nur durch Konfrontation mit einer früheren Wunde und durch das Verlassen unserer Komfortzone. Wenn wir es selbst nicht tun, wird uns das Leben so etwas „schenken“… Das betrifft übrigens nicht nur Kinder. Es ist bei Erwachsenen dasselbe:

Aufgaben, die wir lernen sollen, werden wir früher oder später vorgesetzt bekommen.

Es gibt aber auch gegenteilige Fälle, denn Opfer von Mobbing werden nicht nur Kinder mit angeschlagenem Selbstbewußtsein. Viele Kinder übernehmen z.B. aufgrund einer speziellen familiären Situation schon als Kleinkind Erwachsenen-Verantwortung und haben dadurch sogar ein sehr ausgeprägtes Selbstbewußtsein. Sie entwickeln darüber hinaus in solchen Situationen eine ausgeprägte Empathie und analysieren „präventiv“ feinfühlig das Verhalten anderer. Das geschieht meist nicht auf rein emotionaler Basis, wie Kinder das normalerweise tun – sondern oft schon mit sehr viel analytischem Denken und ähnlichem Tiefsinn wie ein Erwachsener. Diese „Altklugheit“ geht oft auch zusätzlich einher mit überdurchschnittlichen schulischen Leistungen.

Mobber hingegen agieren selbst aufgrund eines niedrigen Selbstwertes. Mitschüler, die durch ihre Vergangenheit wie oben beschrieben vorbelastet sind, überfordern und triggern Mobber erheblich.

Wir halten also ganz allgemein fest: Gemobbt werden meistens Menschen, die „anders“ sind. Anders im Denken, anders in ihrer Entwicklung, anders in ihrem Aussehen. Anders durchaus auch im positiven Sinne. Mobber entscheiden nicht bewußt, auf welches „anders“ sie anspringen.

Langfristige Folgen bei Mobbing-Opfern können sein:

  • Überempfindlichkeit bei Kritik
  • Rückzug bei Angriffen
  • Dauerhafte Alarmbereitschaft
  • Ängste und Panikstörungen

Doch auch das Gegenteil kann beobachtet werden:

  • Übertriebene Grenzsetzung
  • Überzogene Reaktionen (auch sehr impulsive, emotionale)
  • Absicherungs- und Kontrollzwänge
  • Perfektionismus
  • Übertriebenes Selbstbehauptungs-Verhalten

Wenn Gewalt oder massive Grenzüberschreitungen hinzukommen
Das Gefühl von Hilflosigkeit kann sich tief einprägen. Später genügen kleinste Auslöser, um alte Angst- und Stressreaktionen erneut zu aktivieren.

Traumata im Erwachsenenalter: Wenn das Weltbild ins Wanken gerät

Beispiel: Unfall oder Schockerlebnis
Ein Unfall, ein plötzlicher Todesfall oder eine extrem belastende Erfahrung kann Gedankenschleifen auslösen:

  • „Hätte ich es verhindern können?“
  • „Warum trifft es ausgerechnet mich?“
  • „Wie konnte so etwas geschehen?“
  • „Ich werde niemals darüber hinwegkommen.“

Wenn Gewalt oder massive Grenzüberschreitungen geschehen sind
Zum Schock kommt hier oft noch der Verlust des Grundvertrauens hinzu – in sich selbst und in andere. Manche Menschen entwickeln extreme Vorsicht oder ziehen sich emotional vollständig zurück.

Traumatische Erlebnisse haben oft eine kognitive Dissonanz zur Folge. Kognitive Dissonanz entsteht, wenn ein Erlebnis nicht ins bisherige Weltbild passt. Manche Betroffene verharren nach dem Verlust wichtiger Menschen z.B. in einer Trauerschleife, leben innerlich nur noch in der Vergangenheit. Andere gehen seither nicht mehr aus dem Haus und vermeiden den Kontakt mit Menschen (Soziophobie). Andere werden depressiv. Dies alles sind Schutzmechanismen unseres Unterbewußtseins, um unsere Gefühlswelt abzuschotten und uns vor weiterem Schmerz zu bewahren.

Doch auf Dauer gesehen schützen uns diese Mechanismen oft weniger, als daß sie uns schaden. Vor allem kann das Schutzverhalten im Laufe der Zeit zum Selbstläufer werden: Während die „Gefahr“ gar nicht mehr existiert, existiert trotzdem noch das Abwehr-Programm. Und dieses schadet uns mittlerweile mehr, als es nützt.

Wie Hypnose helfen kann: Ein „Update“ für Deine Schutzprogramme

In Hypnose können wir belastende Erinnerungen, Gedankenschleifen, Flashbacks (häufig bei PTBS…posttraumatischer Belastungsstörung) mit unserem heutigen Wissen oder einem wirklich realistischen Bild aktualisieren und somit neu bewerten.

Das Unterbewusstsein kann grundsätzlich nicht unterscheiden, ob wir etwas live erleben oder in Gedanken durchspielen. So können wir nachträglich Ressourcen und Informationen einfügen, z.B.:

  • „Ich habe die Situation in meiner Kindheit überdramatisiert“
  • „Ich bin heute erwachsen und nicht mehr so hilflos wie damals.“
  • „Ich kann heute die Ereignisse vollkommen neu einordnen.“
  • „Ich habe heute Fähigkeiten, die ich damals nicht hatte.“
  • „Ich habe heute Wissen, das ich damals nicht hatte.“
  • „Nichts und niemand außer mir hat das Recht, mich zu bewerten.“
  • „Ich darf meine eigene Wahrheit besitzen und auch vertreten.“
  • „Ich verstehe heute die Vorkommnisse besser und weiß, daß ich nicht dafür verantwortlich war.“
  • „Ich weiß, daß es ein Erlebnis meiner Vergangenheit war und darf nun lernen, es zu akzeptieren.“
  • „Wenn ich mich dafür entscheide, kann der heutige Tag mein Neuanfang sein.“

… und vieles mehr. Das Ereignis verliert seine bedrohliche Wirkung – Schuld, Scham, Grauen und Trauer können sich lösen – und damit auch korrespondierende Symptome, Schutzmechanismen und einschränkende Verhaltensmuster. Mit dieser gewachsenen Erkenntnis entsteht echte geistige Freiheit.

Regression oder Simpson Protocol® – zwei Wege, ein Ziel

Neben der Arbeit mit dem Simpson Protocol® gibt es auch Fälle, in denen sich ein Klient bewusst mit dem Auslöser eines Traumas auseinandersetzen möchte. In diesen Situationen kann eine hypnotische Regression sinnvoll sein.

Unter Regression versteht man eine hypnotische Rückwärtszeitreise zu dem Ereignis oder Erlebnis, das als Auslöser für heutige Symptome, Reaktionen oder innere Schutzmechanismen wirkt. Dabei geht es nicht darum, Erlebtes erneut zu „durchleiden“ oder ausführlich zu besprechen, wie man es aus Gesprächs- oder Verhaltenstherapien kennt.

Alle auftauchenden Bilder, Gefühle oder Erinnerungen dienen ausschließlich dazu, identifiziert und markiert zu werden – um sie unmittelbar im Anschluss zu bearbeiten und zu neutralisieren. Die Hypnose bleibt dabei stets lösungsorientiert und ressourcenschonend.

Nach der Neutralisierung des auslösenden Ereignisses verlieren auch jene späteren Situationen ihre Wirkung, die das Trauma bislang immer wieder aktiviert oder verstärkt haben. Das System kann sich neu ordnen – ohne langwierige Aufarbeitung, ohne wiederholtes Durchleben und ohne zusätzliche Belastung.

Welche Methode im Einzelfall sinnvoll ist – Regression oder Simpson Protocol® – entscheidet sich immer individuell und in gemeinsamer Abstimmung mit dem Klienten.

Das Simpson Protocol®: Sanfte Trauma-Arbeit ohne Worte

Das Simpson Protocol® ist eine ganzheitliche Hypnosemethode, die komplett ohne Worte funktioniert. Du musst nicht über das Ereignis sprechen oder es erneut durchleben. In Tiefenhypnose kommuniziere ich über ideomotorische Fingerzeichen mit Deinem Überbewusstsein.

Dein Überbewußtsein kennt den sichersten Weg zu Deiner ganz individuellen Lösung und handelt somit stets zu Deinem höchsten Wohl und Nutzen. Du kannst ihm voll vertrauen und Dich komplett auf diesen Prozess einlassen.

Dein Überbewußtsein ist Dein höheres Selbst, die Quelle Deiner Intuition und der stille Wächter über Dein Leben.

Vorteile:

  • Keine Thematisierung oder Verbalisierung des Traumas nötig
  • Sanfte und schonende Bearbeitung
  • Funktioniert ganz ohne Sprechen
  • Keine belastenden Gefühle werden hervorgeholt

💡 Ergebnis: Aus einer schmerzhaften Wunde wird eine neutrale Erinnerung – ohne emotionale Ladung.

Wenn Du die Wirkung selbst erleben möchtest, lade ich Dich herzlich zu meinem Workshop „Hypno-Experience“ ein. Die Termine meiner Workshops findest Du hier. Falls der Workshop in nächster Zeit nicht angeboten wird, schreib mir gerne, und ich informiere Dich, sobald er wieder stattfindet.

Als zertifizierter Simpson Protocol® Practitioner arbeite ich mit fortgeschrittenen Verfahren dieser Methode. Die Arbeit mit dem Simpson Protocol® erfordert neben fundierter Ausbildung vor allem Erfahrung, Klarheit und die Fähigkeit, die Prozesse frei, individuell und verantwortungsbewußt zu begleiten – genau darin liegt meine besondere Stärke. Hier kannst Du kostenfrei einen Termin mit mir vereinbaren.

Herzlich,
Dein Stefan

Stefan Randa
Hypnose- und Transformationscoach

*Disclaimer: Als Hypnose-Coach darf ich keine Heilversprechen geben. Dein erster Schritt in allen medizinischen Belangen sollte stets die Konsultation eines Arztes oder Psychotherapeuten deines Vertrauens sein. Hypnose ist in Deutschland seit 2006 als Psychotherapie-Methode wissenschaftlich anerkannt. Die besonders direkte und vor allem nachhaltige Wirksamkeit der ursachenorientierten Hypnose bei vielerlei Symptomatiken ist in zahlreichen Studien belegt.

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