Zwei Wege, ein Ziel – klassische Hypnose und das Simpson Protocol®
Viele Menschen fragen sich, worin eigentlich der Unterschied zwischen klassischer Hypnose und dem Simpson Protocol® besteht.
- Beides ist Hypnose.
- Beides arbeitet mit dem Unterbewusstsein.
- Beides ermöglicht tiefgreifende Veränderungen.
Und doch fühlt sich die Arbeit in der Praxis oft vollkommen unterschiedlich an.
In der klassischen Hypnose wird häufig gesprochen. Der Klient beschreibt Bilder, Gefühle, Erinnerungen oder innere Eindrücke. Es finden in der Regel ein Dialog oder auch Verhandlungen mit dem Unterbewußtsein statt – mit dem Ziel, unbewusste Zusammenhänge sichtbar zu machen, mit denen der Klient in der Lage ist, sein Verhalten und seine Muster neu zu bewerten.
Beim Simpson Protocol® ist das anders.
Hier spricht der Klient gewöhnlich kein Wort. Die Kommunikation findet überwiegend über Fingerzeichen statt. Die Fragen werden nicht direkt an den Klienten gerichtet, sondern an dessen Überbewusstsein – jene höhere Instanz, mit der im Simpson Protocol® gearbeitet wird.
Aufgrund des Vorgehens dieser Methode wird das Simpson Protocol® oft auch als „Hypnose ohne Worte“ bezeichnet.
Doch welche Methode ist nun besser?
Die ehrliche Antwort lautet:
Es kommt darauf an.
Denn klassische Hypnose und Simpson Protocol® schließen sich nicht aus. Sie haben unterschiedliche Stärken. Und genau diese Unterschiede zu verstehen, kann enorm hilfreich sein, wenn Du Dich für eine Hypnosesitzung interessierst.

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Was genau ist das Simpson Protocol®?
Das Simpson Protocol® ist eine moderne Form der ursachenorientierten Hypnose, die von der kanadischen Hypnotherapeutin Ines Simpson entwickelt wurde. Der Haupt-Unterschied des Simpson Protocols® liegt darin, daß – im Gegensatz zu vielen anderen Methoden – der Klient nicht ausführlich über sein Anliegen sprechen muß. Genau genommen muß er überhaupt nicht sprechen.
Die Kommunikation erfolgt ausschließlich über ideomotorische Fingerzeichen für JA und NEIN, mit denen das Überbewusstsein des Klienten auf Fragen des Hypnotiseurs antwortet.
Dadurch kann das Simpson Protocol® auch bei Themen eingesetzt werden, über die der Klient nicht sprechen möchte – oder auch in Fällen, wo die Benennung tatsächlicher Ursachen nicht von vordergründigem Interesse ist, sondern ausschließlich deren Auflösung.
Heute wird die Methode weltweit von speziell ausgebildeten Anwendern genutzt und kontinuierlich weiterentwickelt.
Wenn Du mehr über die Entstehung, die Arbeitsweise und die Möglichkeiten dieser besonderen Hypnosemethode erfahren möchtest, findest Du hier meinen ausführlichen Hauptartikel zum Simpson Protocol®.
Hier findest Du Informationen zur Entwicklerin Ines Simpson sowie die internationale Liste aller zertifizierten Simpson Protocol Certified Practitioner® (SPCP®).
Die Gegenüberstellung auf einen Blick
Wer sich zum ersten Mal mit dem Simpson Protocol® beschäftigt, stellt oft dieselbe Frage:
„Was ist eigentlich der Unterschied zur klassischen Hypnose?“
Die Antwort darauf ist überraschend spannend. Denn beide Verfahren verfolgen dasselbe Ziel – nutzen dafür aber teilweise recht unterschiedliche Wege.
Die wichtigsten Unterschiede findest Du hier auf einen Blick:
Klassische Hypnose
Fragen werden direkt an den Klienten gestellt
Klient antwortet über Sprache
Arbeit meist in leichter bis mittlerer Trance
Suche nach konkreten Auslösern und Zusammenhängen
Gezielte Ursachenarbeit über Gefühle und Erinnerungen
Hypnotiseur führt den Prozess
Prozess der Veränderung bewusst und emotional erlebbar und erinnerbar
Das Warum der Veränderung wird sichtbar
Emotionale Momente und Abreaktionen möglich
Wirkung häufig bereits während der Sitzung spürbar
Prozesse überwiegend auf die Sitzung fokussiert
Besonders geeignet bei vermuteter Einzelursache – spezifisches Vorgehen, einmalige Auflösung
Kann mit dem Simpson Protocol® kombiniert werden
Simpson Protocol®
Fragen werden an das Überbewusstsein gestellt
Überbewusstsein antwortet über Fingerzeichen
Arbeit überwiegend in Tiefenhypnose
Arbeit sowohl mit bekannten als auch unbekannten Ursachen
Ganzheitliche, vorwiegend unbewusste Ursachenarbeit
Überbewusstsein führt den Prozess
Prozess der Veränderung meist unbewusst und ohne größere emotionale Aktivierung
Die Veränderung selbst steht im Vordergrund
Meist sanfter und emotional unauffälliger Prozess
Wirkung kann sich auch erst zeitversetzt entfalten
Prozesse wirken über lange Dauer weiter
Besonders geeignet bei komplexen Ursachennetzwerken, ganzheitliche Ergebnisse
Kann mit dem klassischer Hypnose kombiniert werden
Was klassische Hypnose besonders macht
Klassische Hypnose ist besonders wertvoll, wenn ein Thema vermutlich eine konkrete Ursache hat.
Das kann zum Beispiel bei bestimmten Ängsten der Fall sein.
Eine Spinnenangst, eine Flugangst oder eine Prüfungsangst hat häufig einen Ursprungspunkt. Nicht immer ist dieser dem Bewusstsein bekannt. Aber in der Hypnose kann genau dieser Punkt über Gefühle, Erinnerungen und innere Bilder wieder zugänglich werden.
Das bedeutet nicht, dass der Klient vorher wissen muss, woher sein Thema kommt – ganz im Gegenteil. Oft zeigt sich die entscheidende Szene erst während der Sitzung.
Der große Vorteil klassischer Hypnose liegt darin, dass der Klient den Prozess bewusst miterlebt. Er sieht, fühlt oder erkennt Zusammenhänge, die ihm vorher nicht bewusst waren. Dadurch entsteht häufig ein tiefes inneres Verstehen, und zwar nicht nur im Kopf, sondern vor allem auch emotional.
Ein klassischer Hypnose-Klient sagt nach einer Sitzung häufig:
„Jetzt verstehe ich endlich, warum das alles passiert ist.“
Diese Erkenntnis kann sehr befreiend sein. Denn in vielen Fällen wird nicht nur ein alter Auslöser gefunden, sondern der Klient wird in die Lage versetzt, diesen Auslöser aus heutiger Perspektive zu betrachten. Nicht mehr mit den Augen des Kindes oder der früheren Version seiner selbst, sondern mit dem heutigen Bewusstsein, der heutigen Erfahrung und der heutigen Kraft. Und das alles ohne das bewertende und analysierende Eingreifen des Bewußtseins – dieses ist in Hypnose größtenteils außer Kraft gesetzt.
Was früher überwältigend war, kann somit plötzlich verstehbar werden – was früher bedrohlich war, verliert seinen Schrecken. Es finden sich wie von selbst neue Lösungen – nicht durch Überzeugung oder Manipulation von außen, sondern durch Verständnis. So können z.B. innere Anteile, die damals als Schutzstrategie entstanden sind, heute eine neue Aufgabe bekommen.
Genau darin liegt die große Stärke klassischer Hypnose.
Jene Momente des Verständnisses sind oft begleitet von Tränen der Freude. Denn in dem Moment, wo alte emotionale Bewertungen neu eingeordnet werden, verändert sich das Thema und seine Wirkung meist sofortwirkend. Es sind absolut faszinierende und oft recht emotionale Momente.
Warum klassische Hypnose emotionaler sein kann
In der klassischen Hypnose können solch emotionale Momente entstehen. Das ist vielen Menschen im Vorfeld zunächst unangenehm oder macht ihnen sogar Angst. Dabei sind diese Momente häufig viel kürzer – und vor allem viel heilsamer – als man es in der Theorie vermuten würde.
Ja, es kann passieren, dass ein alter Schmerz kurz berührt wird. Ja, es kann Tränen geben. Aber sehr oft sind es nicht nur Tränen aus Angst oder Schmerz. Es sind Freudentränen – Erleichterungstränen! Tränen, die entstehen, wenn ein innerer Anteil endlich versteht: „Ich muss das alles endlich nicht mehr tragen.“
Gerade in der Arbeit mit inneren Anteilen oder Inneren-Kind-Anteilen können solche Momente sehr berührend sein. Der erwachsene Mensch begegnet einer früheren Version seiner selbst und erkennt plötzlich:
„Wenn ich damals gewusst hätte, was ich heute weiß, hätte ich mich nicht so lange schützen müssen.“
Diese emotionalen Momente können kraftvoll sein. Sie vertiefen die Veränderung und machen sie sehr bewusst erfahrbar. Vor allem entsteht die Veränderung in der Regel aus tiefer Überzeugung heraus. Darum bleibt die Veränderung auch meist nachhaltig bestehen. Denn nichts ist so wirksam wie etwas, das man aus eigener, tiefer Überzeugung heraus versteht und tut.
Die klassische Hypnose ist für Menschen, die verstehen möchten, warum ein Problem entstanden ist, der ideale Weg.
Was das Simpson Protocol® besonders macht
Das Simpson Protocol® geht einen anderen Weg.
Hier steht nicht im Vordergrund, dass der Klient bewusst versteht, warum ein Problem entstanden ist, sondern hauptsächlich, das Problem aufzulösen.
Es ist ein sehr tiefgreifender Prozess, bei dem man bewußt darauf verzichtet, näheres über die Ursache(n) zu erfahren. Spannenderweise ist das Simpson Protocol® gerade dann besonders geeignet, wenn die Ursache nicht bekannt ist – oder viele Ursachen beteiligt sind. Und besonders in Fällen, wo das bewusste Denken überhaupt nicht in der Lage wäre, alle Zusammenhänge zu überblicken.
Im Simpson Protocol® werden die Fragen nicht direkt an den Klienten gestellt. Sie werden an das Überbewusstsein gerichtet.
Das Überbewußtsein darf als eine beobachtende und höchstenfalls impulsgebende Instanz des menschlichen Geistes verstanden werden. Das Überbewußtsein ist z.B. die Quelle unserer angeborenen Intuition und ist gleichzeitig Schnittstelle zum universellen Wissen, mit dem wir alle verbunden sind.
Es hat Kenntnis über all unsere Körperfunktionen sowie unser Denken und Handeln. Es hat genau genommen Kenntnis über unsere Geschichte – und damit über alles, was uns jemals widerfahren ist. Damit hat es auch Kenntnis über die Entwicklung und Entstehungsprozesse aller unserer Schutzmechanismen, die unser Unterbewußtsein jemals bei uns installiert hat. Das Überbewußtsein kann sehen, wo etwas außer Balance ist und wo manche unserer Schutzmechanismen und inneren Blockaden überflüssig geworden sind.
Der kleine Wermutstropfen: Es wird nicht von selbst tätig. Wir dürfen lediglich Fragen stellen. Doch im Idealfall nimmt es unsere Aufträge entgegen. Jedoch nur, wenn es mit ihnen einverstanden ist.
Das Überbewußtsein entscheidet immer zum höchsten Wohl des Klienten. Es gibt keine Möglichkeit, etwas zu erzwingen. Es gibt aber deshalb auch keine Möglichkeit, etwas falsch oder kaputt zu machen.
Das „Richtige“ finden wir in einer SP®-Sitzung über Fragen – oft über Umwege und Verhandlungen.
Der Klient spricht dabei in der Regel nicht.
Der Hypnotiseur fragt das Überbewußtsein – und die Antworten erfolgen über Fingerzeichen.
Für viele Menschen ist genau das zunächst irritierend. Denn sie fragen sich: „Passiert hier überhaupt noch etwas?“ oder „Ich hebe den Finger doch eigentlich selbst, oder nicht? Ist das nicht alles ‚Zufall‘?“
Diese Fragen sind beim ersten Mal absolut verständlich.
Hypnose ist generell etwas, von dem die meisten Menschen vorher eine komplett andere Vorstellung hatten.
Beim Simpson Protocol® ist der Abstand zwischen der anfänglichen Vorstellung und dem tatsächlichen Erleben noch einmal um einiges größer. Im Simpson Protocol® werden nämlich z.B. auch stille Fragen gestellt, um das Bewußtsein nicht unnötig einzubinden. Gerade bei diesen stillen Fragen bekommt der Klient nicht mit, was überhaupt gerade bearbeitet wird. Er weiß nicht, welche Ursache gerade gelöst wurde oder ob es Probleme gab. Grundsätzlich hat er am Ende keinerlei Antworten, warum sich etwas verändert hat.
Und trotzdem können sich gerade mit dem Simpson Protocol® sogar sehr deutlich Dinge verändern.
Manchmal sofort, ähnlich der klassischen Hypnose – meistens jedoch zeitverzögert. Gerade bei den Veränderungen, die sich erst nach Wochen zeigen, geschieht dies oft so still und unmerklich, dass der Klient selbst es kaum bemerkt – während Menschen in seinem Umfeld die Veränderung längst deutlich wahrnehmen können.
Ein Simpson-Protocol®-Klient sagte einmal nach einer Sitzung zu mir: „Ich weiß nicht warum, aber es ist weg. Und ehrlich gesagt ist mir auch völlig egal, warum. Hauptsache, es ist weg.“ Und er lachte total befreit.
Genau das beschreibt die Wirkung und die Arbeitsweise des SP® sehr gut.
Bei klassischer Hypnose wird oft sichtbar, warum sich etwas verändert. Beim Simpson Protocol® steht die Veränderung selbst im Vordergrund.
Das Spiegelei-Prinzip: Wenn ein Thema viele Ursachen hat
Oft kommen Klienten nicht mit einem klar umrissenen Einzelthema in die Sitzung, sondern mit einem ganzen Bündel aus Symptomen, Gefühlen und belastenden inneren Mustern:
Schlafprobleme, Selbstzweifel, Erschöpfung, Ängste, körperliche Verspannungen. Wiederkehrende Beziehungsmuster. Unerklärliche Blockaden.
In der klassischen Hypnose würde man sich nun die Frage stellen: Wo fangen wir an?
Wenn hinter einem Thema vermutlich eine einzelne Ursache steht, kann klassische Hypnose sehr hilfreich sein. Man folgt dem Gefühl zurück zu einem Ursprungspunkt und arbeitet dort gezielt weiter.
Doch wenn ein Thema viele verschiedene Auslöser, Ebenen und Verknüpfungen hat, kann es komplizierter werden.
Bildlich gesprochen: Manchmal liegt da ein ganzes Spiegelei aus Symptomen vor uns – und wenn man dann versucht, jeden einzelnen Auslöser regressiv zu bearbeiten, besteht die Gefahr, dass aus dem Spiegelei irgendwann Rührei wird.
Genau hier zeigt das Simpson Protocol® seine besondere Stärke: Es muss nicht jeden einzelnen bewussten Zusammenhang kennen. Es muss nicht jede frühere Erfahrung separat inspizieren. Es kann ganzheitlich mit dem arbeiten, was auf tieferer Ebene wirklich relevant ist.
Das Überbewußtsein kennt alle bekannten Ursachen, aber auch die unbekannten. Alle emotionalen Verknüpfungen, körperlichen Reaktionen, alle alten inneren Programme und Schutzmechanismen.
Das Überbewußtsein bezieht dies alles in den Prozess ein, ohne dass der Klient nur ein einziges Detail bewusst erinnern oder aussprechen muss. Es funktioniert wie ein Antivirusprogramm auf einem Computer: Sind alle bedenklichen Prüfpunkte untersucht, kommt die Meldung, daß der Prozess erfolgreich abgeschlossen wurde.
Im Simpson Protocol® ist dies der JA-Finger.
Der Taxifahrer und das Navi
Eine hilfreiche Metapher für das Simpson Protocol® ist für mich auch der Begriff eines Taxifahrers.
In der klassischen Hypnose führt der Hypnotiseur den Prozess sehr aktiv: Er stellt Fragen, begleitet Erinnerungen, lenkt durch innere Bilder. Er führt den Klienten durch die einzelnen Stationen der Sitzung.
Beim Simpson Protocol® ist das anders.
Hier kennt das Überbewusstsein den Weg. Es ist sozusagen unser Navigationsprogramm.
Der Hypnotiseur ist eher der Taxifahrer. Er hält den Raum, stellt die richtigen Fragen, achtet auf die Signale und begleitet und steuert den Prozess sicher – aber er entscheidet nicht eigenmächtig, welche innere Route genommen wird. Das erledigt das Überbewußtsein.
Und genau das macht das Simpson Protocol® so besonders. Der Prozess wird nicht vom bewussten Verstand gesteuert und auch nicht ausschließlich vom Hypnotiseur:
Der Prozess wird komplett vom Überbewusstsein geführt.
Der Hypnotiseur bleibt dabei trotzdem wichtig. Denn auch das beste Navi braucht jemanden, der es bedient und am Ende jemanden, der das Fahrzeug sicher ans Ziel bringt, wenn in der empfohlenen Strasse ein Stau ist.
Die beste Umleitung zu finden, ist manchmal eine harte Nuß – aber auch hier ist das Überbewußtsein oft unterstützend behilflich. Ich frage in solchen Fällen „Überbewußtsein, kannst Du mir eine Idee liefern, mit welcher Frage ich jetzt am besten weiterkomme?“ So verrückt es klingt – fast immer bekomme ich kurz darauf einen entscheidenden Impuls oder eine passende Idee.
Geübte Anwender können das Simpson Protocol® auch in Selbsthypnose nutzen – dann braucht es gewissermaßen keinen Taxifahrer mehr. Dies braucht jedoch Übung und entsprechende Erfahrungswerte. Es ist also eher etwas für die Profis und soll hier nicht weiter ausgeführt werden. Wenn Du das lernen möchtest, kannst Du mich gerne dazu anschreiben. Ich biete für fortgeschrittene Anwender zur Eigenarbeit mit dem Simpson Protocol® individuelle Begleitungen und Workshops an.
Warum viele Menschen sich beim Simpson Protocol® zunächst oft unsicher fühlen
Gerade in der ersten Sitzung mit dem Simpson Protocol® erleben viele Menschen eine gewisse Unsicherheit, und zwar nicht, weil es sich unangenehm anfühlen würde, sondern weil sie viel weniger bewusst mitbekommen als in einer klassischen Hypnosesitzung.
Es fühlt sich beim ersten Mal oft an, als wenn „nichts passieren“ würde.
In der klassischen Hypnose gibt es innere Bilder, Erinnerungen, Dialoge. Man stellt dem Hypnotiseur Fragen, wenn man etwas nicht versteht oder aufkommende Emotionen nicht einordnen kann. Auf jeden Fall gibt es dort auch den einen oder anderen Aha-Moment. Der Klient erlebt mit, was passiert.
All das fehlt beim Simpson Protocol®.
Hier geht es absolut still zu.
Auch die Fingerzeichen sind für den Klienten nicht immer so wahrnehmbar, wie er es anfangs erwartet. Manche Menschen erleben tatsächlich, dass sich ein Finger ganz von selbst hebt. Andere spüren eher einen klaren Impuls und bewegen den Finger dann bewusst und vermuten, daß sie etwas falsch gemacht haben.
Doch der Prozess funktioniert. Das alles bedeutet nur, dass sich die Kommunikation mit dem Überbewusstsein nicht immer spektakulär anfühlt.
Manche Menschen sagen, daß sie den Eindruck haben, daß es völlig zufällig war, welcher Finger sich hob. Andere sagen, sie hatten das Gefühl, die Finger selbst bewegt zu haben. Gerade weil beides „richtig“ ist und sich die Fingerzeichen so unterschiedlich zeigen können, meldet sich anfangs nicht selten das Bewusstsein und fragt: „Ist das jetzt wirklich Hypnose?“ „Habe ich das gerade richtig gemacht?“ oder „Müsste ich nicht viel tiefer ‚weg‘ sein?“
Diese Zweifel sind normal.
Doch sie rühren daher, daß sich gerade in Tiefenhypnose manche Dinge oft anfühlen, als sei man „wach“. So absurd das klingt: Daß Du Dich gerade in einem der tiefsten Entspannungszustände befindest, die ein Mensch erreichen kann, wird Dir erst bewußt, wenn Du am Ende der Sitzung zum Ergebnis befragt wirst – und dann erst einmal eine Minute brauchst, bis Du in der Lage bist, überhaupt die Lippen wieder zu bewegen.
Und dann erzählst Du meistens „nur“ davon, daß Du Dich viel besser fühlst als zu Beginn. Und das ist auch schon alles.
Das Simpson Protocol® braucht keine Show.
Es arbeitet still, fein und tief.
Warum Vertrauen in den Prozess beim Simpson Protocol® so wichtig ist
Meine Aufgabe als Hypnotiseur besteht gerade zu Beginn einer SP®-Sitzung darin, dem Bewusstsein Sicherheit zu geben. Es darf verstehen, dass nicht alles kontrolliert, bewertet oder analysiert werden muss.
Genau das fällt vielen Menschen zunächst schwer.
Ganz einfach aus dem Grund, weil wir es so gewohnt sind, immer alles verstehen zu wollen.
Das Simpson Protocol® funktioniert jedoch anders.
Je mehr das Bewusstsein bereit ist, die Kontrolle für eine Weile loszulassen, desto leichter kann der eigentliche Prozess stattfinden. Wenn dieser Punkt erreicht ist, wird es in der SItzung meist überraschend ruhig.
Viele Klienten sinken dann so tief in diesen Zustand hinein, dass sie am Ende kaum sofort sprechen können. Sie sind nicht bewusstlos, ganz im Gegenteil. Sie sind aber so tief entspannt gewesen in diesem tiefen inneren Prozess, dass Worte einen Moment brauchen, bis sie wieder verfügbar sind.
Es ist ein sehr feiner und besonderer Zustand – und der Klient spürt erst danach so richtig, daß er eigentlich gerade über längere Zeit in Tiefenhypnose war.
Der sanfte Prozess – die größte Stärke des Simpson Protocols®
Einer der größten Vorteile des Simpson Protocol® liegt darin, dass belastende Inhalte nicht zwingend bewusst erinnert oder ausgesprochen werden müssen.
Das ist besonders wertvoll für Menschen, die mit sehr belastenden Themen kommen und nicht alles noch einmal erzählen möchten. Warum das Simpson Protocol® besonders bei Trauma-Themen ideal ist, erfährst Du ausführlich in meinem Artikel Traumaarbeit mit dem Simpson Protocol®.
Beim Simpson Protocol® muß nicht jede belastende Erfahrung nochmals vollständig durchlebt werden, damit Veränderung möglich wird. Auch nicht jede Ursache muss bewusst bzw. bekannt sein. Nicht jede innere Verknüpfung muss verbal erklärt werden.
Das Simpson Protocol® ermöglicht es, auf einer tieferen Ebene zu arbeiten, ohne dass der Klient Details seines Themas offenlegen muss.
Das kann sehr entlastend sein.
Gerade bei komplexen Themen, Scham, inneren Konflikten oder alten Verletzungen mit Trauma-Hintergrund erleben viele Menschen diese Vorgehensweise als besonders respektvoll.
Es wird nicht gebohrt, nicht gedrängt, nicht in alten Geschichten gewühlt.
Stattdessen wird mit dem gearbeitet, was auf einer tieferen Ebene bereit ist, sich zu verändern.
Muss ich mich zwischen klassischer Hypnose und Simpson Protocol® entscheiden?
Viele Menschen stellen mir nach dieser Gegenüberstellung immer dieselbe Frage:
„Welches Verfahren würdest Du denn für mich empfehlen?“
Meine Antwort überrascht dann viele: In den meisten Fällen muss eine Entscheidung im Vorfeld nämlich gar nicht getroffen werden.
Denn das Gute ist:
Beide Verfahren – klassische Hypnose und das Simpson Protocol® – lassen sich innerhalb ein und derselben Sitzung miteinander kombinieren.
Für den Klienten fühlt sich das meist wie ein einziger natürlicher Prozess an. Für den Hypnotiseur ist es manchmal eine kleine Herausforderung, aber es bedeutet maximale Flexibilität.
Während der Sitzung kann sich zeigen, dass es hilfreich wäre, bestimmte Zusammenhänge bewusst zu verstehen oder einen inneren Prozess aktiv zu erleben. In anderen Situationen ist es sinnvoller, die Veränderungsarbeit vollständig dem Überbewusstsein zu überlassen.
Die eigentliche Frage lautet daher nicht:
„Welches Verfahren ist besser?“
Sondern:
„Welcher Weg bringt Dich genau heute am besten ans Ziel?“
Und genau das entscheide ich nicht vor der Sitzung, sondern erst während des Prozesses – abhängig davon, was sich gerade als sinnvoll und hilfreich zeigt.
Ein schönes Beispiel dafür ist die Arbeit mit Vergebung.
Manchmal genügt es vollkommen, wenn das Überbewusstsein einen Vergebungsprozess still im Hintergrund durchführt. Der Klient erlebt dabei häufig eine tiefe innere Erleichterung. Oft sieht man kurz vor Abschluss des Prozesses ein tiefes Durchatmen, ein entspanntes Absinken in den Sessel oder ein erleichtertes Lächeln.
In anderen Fällen kann es sinnvoll sein, diesen Prozess bewusster zu gestalten. Dann kann der Klient innerlich einer bestimmten Person begegnen. Es darf ausgesprochen werden, was vielleicht über viele Jahre unausgesprochen geblieben ist. Der Klient erhält die Möglichkeit, die Situation aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten, neue Erkenntnisse zu gewinnen und die Hintergründe eines Konfliktes besser zu verstehen.
Wichtig ist dabei stets:
Vergebung bedeutet nicht, dass etwas, was falsch war, plötzlich richtig wird. Was falsch war, bleibt falsch. Vergebung bedeutet in diesem Zusammenhang nicht, ein Verhalten gutzuheißen. Es bedeutet, sich selbst von der inneren Last und der belastenden Verbindung zu befreien. Das ist etwas grundlegend anderes!
Beide Wege – der stille und der bewußte Weg – sind gleichermaßen wirksam. Der Unterschied besteht darin, ob die Veränderung bewusst erlebt und verstanden werden soll – oder ob das eher wenig relevant ist.
Genau deshalb ist es so wertvoll, beide Verfahren zu beherrschen und flexibel entscheiden zu können.
Es ist wieder ein wenig wie beim Taxifahrer...
Am Ende wollen wir meist nicht noch lange über die Route diskutieren.
Wir wollen einfach am Ziel ankommen.
Natürlich gibt es ein Navi. Natürlich gibt es Lehrbücher, Methoden und bewährte Vorgehensweisen. Doch manchmal zeigt das Navi genau die Strecke an, auf der gerade Stau herrscht. Und dann ist es sinnvoll, flexibel bleiben zu können, um einfach den anderen Weg zu wählen.
Genau so verstehe ich moderne Hypnosearbeit.
Nicht das Verfahren steht im Mittelpunkt. Nicht das Lehrbuch. Nicht der Standard. Nicht die Technik.
Sondern der Mensch vor mir – und immer wieder die Frage:
„Welcher Weg bringt uns heute am besten ans Ziel?“
Manchmal ist das klassische Hypnose. Manchmal das Simpson Protocol®.
Und manchmal ist es die Kombination aus beidem.
Denn am Ende zählt nicht, welchen Weg wir genommen haben, sondern dass wir angekommen sind.
Für wen eignet sich klassische Hypnose besonders?
Klassische Hypnose kann besonders sinnvoll sein, wenn ein Thema vermutlich auf eine konkrete Ursache oder ein bestimmtes auslösendes Ereignis zurückgeht.
Das kann zum Beispiel bei bestimmten Ängsten, Phobien oder konkreten emotionalen Reaktionen der Fall sein.
Auch wenn der Klient verstehen möchte, warum ein Thema entstanden ist, ist die klassische Hypnose unglaublich wertvoll.
Sie ermöglicht Erkenntnis. Sie ermöglicht emotionales Verstehen. Und sie macht den Lösungsweg bewusst nachvollziehbar, auch im Nachgang.
Für wen eignet sich das Simpson Protocol® besonders?
Das Simpson Protocol® kann besonders sinnvoll sein, wenn ein Thema komplexer ist, d.h. wenn mehrere Ursachen beteiligt sein könnten. Auch, wenn der Klient nicht über Details sprechen möchte. Wenn unklar ist, wo der eigentliche Ursprung liegt. Oder wenn der bewusste Verstand schon sehr viel analysiert hat, ohne dass sich wirklich etwas verändert hat.
Gerade bei tief verwurzelten Mustern, inneren Blockaden, Selbstwertthemen, diffusen Belastungen oder komplexen emotionalen Verknüpfungen und Traumata kann das Simpson Protocol® einen besonderen Zugang eröffnen.
Das Simpson Protocol® arbeitet mit Prozessen, die weitgehend außerhalb der bewussten Wahrnehmung stattfinden. Wie genau diese Veränderungen entstehen, wird bis heute unterschiedlich erklärt und interpretiert.
Entscheidend ist für viele Klienten jedoch etwas anderes.
Oft kommen Menschen erst dann in meine Praxis, wenn bereits vieles ausprobiert wurde und bisher nichts wirklich die gewünschte Veränderung gebracht hat. Nicht selten wird Hypnose dann als eine Art letzte Möglichkeit betrachtet.
Und manchmal zählen genau dann echte Ergebnisse mehr als jede theoretische Erklärung.
Simpson Protocol® online erleben
Das Simpson Protocol® eignet sich aus meiner Erfahrung besonders gut für Online-Hypnose. Die Methode braucht keine körperliche Berührung und keine spezielle räumliche Voraussetzung – genau wie die klassische Hypnose übrigens auch.
Beides funktioniert ausschließlich über Sprache und innere Prozesse.
Der Klient befindet sich in seiner vertrauten Umgebung, kann sich sicher fühlen und muss für eine so tiefgehende Sitzung nicht reisen. Weder vorher, noch hinterher.
Gerade bei einer Methode, die so viel mit innerer Sicherheit, Loslassen und Vertrauen zu tun hat, kann das ein großer Vorteil sein.
Fazit: Nicht besser oder schlechter – sondern passend
Klassische Hypnose und Simpson Protocol® sind keine Gegensätze.
Doch sie sind zwei völlig unterschiedliche Wege.
Die klassische Hypnose kann besonders kraftvoll sein, wenn ein Thema bewusst verstanden, emotional erlebt und nachvollziehbar transformiert werden darf.
Das Simpson Protocol® kann besonders wertvoll sein, wenn ein Thema komplex, vielschichtig oder schwer in Worte zu fassen ist – oder wenn Veränderung geschehen darf, ohne dass jedes Detail bewusst erinnert werden soll – oder wenn erklärende Details nicht von größerer Wichtigkeit sind.
Die entscheidende Frage ist daher nicht:
Welche Methode ist besser?
Sondern:
Welche Methode passt zu Deinem Thema, Deiner inneren Bereitschaft und dem, was Dein System gerade braucht?
Genau das klären wir nicht theoretisch.
Sondern im Kontakt. Gemeinsam.
Herzlich,
Stefan Randa
Hypnose- und Transformationscoach
P.S. Ausführliche Informationen zum Simpson Protocol®, seiner Entstehung, seinen Spezialanwendungen und fast unbegrenzten Möglichkeiten findest Du auf meiner Hauptseite zum Simpson Protocol®.
Disclaimer:
Als Hypnose-Coach darf ich keine Heilversprechen geben. Dein erster Schritt in allen medizinischen Belangen sollte stets die Konsultation eines Arztes oder Psychotherapeuten Deines Vertrauens sein. Hypnose ist in Deutschland seit 2006 als Psychotherapie-Methode wissenschaftlich anerkannt. Die besonders direkte und vor allem nachhaltige Wirksamkeit der ursachenorientierten Hypnose bei vielerlei Symptomatiken ist in zahlreichen Studien belegt.
Simpson Protocol® FAQ
Was ist das Simpson Protocol® überhaupt?
Das Simpson Protocol® ist eine moderne Form der ursachenorientierten Hypnose. Im Gegensatz zur klassischen Hypnose wird dabei mit dem Überbewusstsein gearbeitet statt mit dem Unterbewußtsein. Viele Veränderungen können still und sanft ohne Worte stattfinden, ohne dass belastende Erinnerungen erneut durchlebt oder ausführlich besprochen werden müssen.
Ist das Simpson Protocol® überhaupt Hypnose?
Ja. Das Simpson Protocol® arbeitet in Tiefenhypnose. Die Arbeitsweise unterscheidet sich jedoch deutlich von klassischen Hypnoseverfahren.
Wer ist Ines Simpson?
Das Simpson Protocol® wurde von Ines Simpson aus Kanada entwickelt. Sie gilt heute weltweit als eine der bedeutendsten Persönlichkeiten im Bereich moderner Hypnose und hat mit dem Simpson Protocol® eine Methode geschaffen, die neue Wege in der ursachenorientierten Hypnose eröffnet hat.
Besonders bekannt wurde Ines Simpson durch ihre Arbeit mit dem Überbewusstsein und ihre Erkenntnis, dass tiefgreifende Veränderungen auch dann möglich sind, wenn belastende Erinnerungen nicht erneut durchlebt oder ausführlich besprochen werden müssen.
Heute wird das Simpson Protocol® weltweit von speziell ausgebildeten Hypnoseanwendern eingesetzt und kontinuierlich weiterentwickelt. Viele moderne Anwendungen in den Bereichen Trauma-Arbeit, emotionale Blockaden, Selbstwert, Gesundheit und persönliche Entwicklung basieren auf den Grundlagen ihrer Arbeit.
Stefan Randa hatte das Privileg, das Simpson Protocol® nicht nur bei führenden Ausbildern im deutschsprachigen Raum zu erlernen, sondern auch persönlich von Ines Simpson aus Kanada unterrichtet zu werden. 2025 erhielt er die offizielle Zertifizierung zum Simpson Protocol® Certified Practitioner® (SPCP®).
Wer hat das Simpson Protocol® entwickelt?
Das Simpson Protocol® wurde ca. 2006 von Ines Simpson aus Kanada entwickelt. Ines Simpson arbeitete viele Jahre als Hypnotherapeutin und stellte dabei fest, dass manche Klienten selbst in tiefer Hypnose Schwierigkeiten hatten, über belastende Themen zu sprechen oder bestimmte Ursachen bewusst wahrzunehmen.
Aus dieser Erfahrung heraus entwickelte sie das Simpson Protocol® – eine Methode, die direkt mit dem Überbewusstsein arbeitet und Veränderungen ermöglichen kann, ohne dass der Klient sein Anliegen detailliert beschreiben oder belastende Erinnerungen erneut durchleben muss.
Heute wird das Simpson Protocol® weltweit von speziell ausgebildeten Anwendern eingesetzt und gilt als eine der innovativsten Entwicklungen der modernen ursachenorientierten Hypnose.
Warum wird das Simpson Protocol® oft als „Hypnose ohne Worte“ bezeichnet?
Weil der Klient während der eigentlichen Veränderungsarbeit nicht sprechen muss. Die Kommunikation erfolgt über ideomotorische Fingerzeichen für JA und NEIN, mit denen das Überbewusstsein auf Fragen des Hypnotiseurs antwortet.
Muss ich mein Problem detailliert erzählen?
Nein. Genau das ist einer der größten Vorteile des Simpson Protocols®. Es genügt zu wissen, dass ein Problem vorhanden ist. Die eigentliche Ursachenarbeit kann stattfinden, ohne dass belastende Details erneut besprochen werden müssen.
Funktioniert das Simpson Protocol® auch, wenn ich die Ursache meines Problems gar nicht kenne?
Ja. Gerade dafür wurde die Methode entwickelt. Das Überbewusstsein kann auch mit Ursachen arbeiten, die dem Bewusstsein nicht bekannt sind. Es kann auch Probleme erkennen, die Dir selbst bisher nicht bekannt waren.
Bin ich während der Sitzung bewusstlos?
Nein. Du bekommst die Sitzung mit und kannst jederzeit hören, was gesprochen wird. Du bist jedoch so in den Prozess vertieft, daß Dein Bewußtsein im Laufe der Sitzung immer weniger verfolgt, was eigentlich genau gesprochen wird.
Warum heben sich meine Finger manchmal nicht von selbst?
Das ist völlig normal. Manche Menschen erleben, dass sich ihre Antwortfinger „von selbst“ bewegen. Andere spüren eher einen Impuls und bewegen die Finger bewusst. Andere haben keinerlei spürbaren Impuls und heben einen vermeintlich zufälligen Finger. In allen 3 Varianten funktioniert der Prozess. Du kannst nichts falsch machen. Der Hypnotiseur hat vielfältige Prüfroutinen.
Woher weiß ich, ob das Simpson Protocol® bei mir funktioniert hat?
Mehr Wohlbefinden, Freiheit, Klarheit und ein positiv veränderter Gefühlsraum bezogen auf das Sitzungsthema können mögliche Resultate sein. Viele Veränderungen zeigen sich nicht während der Sitzung, sondern im Alltag danach – oft schrittweise und subtil, so daß es dem Klienten selbst zuerst oft kaum auffällt. Das Umfeld und Angehörige bemerken die Veränderungen oft früher. Die voll ausgeprägten Verbesserungen zeigen sich gewöhnlich nach ca. 6-8 Wochen.
Kann das Simpson Protocol® auch online durchgeführt werden?
Ja. Aus meiner Erfahrung funktioniert das Simpson Protocol® online sogar außergewöhnlich gut, da die eigentliche Veränderungsarbeit unabhängig vom Ort stattfindet.
Ist das Simpson Protocol® besser als klassische Hypnose?
Nicht direkt. Beide Verfahren haben unterschiedliche Stärken. Welche Methode sinnvoller ist, hängt vom jeweiligen Anliegen und vom Sitzungsverlauf ab. Es ist auch möglich, in der selben Sitzung zwischen den Verfahren zu wechseln.
Kann klassische Hypnose mit dem Simpson Protocol® kombiniert werden?
Ja. Für erfahrene Anwender lassen sich beide Verfahren sogar innerhalb derselben Sitzung flexibel miteinander verbinden.
Warum erhalte ich beim Simpson Protocol® oft keine Erklärung für die Ursache meines Problems?
Das Überbewusstsein entscheidet selbst, welche Informationen für das Bewusstsein hilfreich sind und welche nicht. Machmal gewährt es Einblick in den Prozess in Form von Bildern oder Informationen – oft jedoch auch nicht. Der Fokus des Simpson Protocols® liegt auf Veränderung und Lösung, nicht auf Erklärung.
Ist das Simpson Protocol® auch für Trauma-Themen geeignet?
In vielen Fällen ja, da belastende Erlebnisse nicht erneut ausführlich erinnert oder beschrieben werden müssen. Ob die Methode im Einzelfall geeignet ist, wird im Vorgespräch geklärt.
Kann ich das Simpson Protocol® auch in Selbsthypnose anwenden?
Ja. Es gibt spezielle Techniken, mit denen erfahrene Anwender das Simpson Protocol® auch selbst nutzen können. Diese Anwendung setzt jedoch Übung und Erfahrung voraus.





